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Presseartikel: Jahr 1995: Tolle Fahrt für Blasorchester
Autor: Uwe | Pressearchiv

Freie Presse Mai 1995


Diesmal (ohne ihre Lieblingsinstrumente) bestiegen die jungen Musikanten mit ihren Betreuern den Luxusbus. Nicht einer der 70 Auftrittsorte pro Jahr war das Ziel, sondern ein Spaß ganz anderer Artsollte gemeinschaftlich erlebt werden: ein Tag im Freizeitland Geiselwind. Nun wäre eine solche Fahrt nichts besonderes, wenn sie ordentlich gebucht und wie üblich bezahlt wäre. Nicht so in diesem Fall. Das Reisebüro Voit & Weihrauch spendierte den Bus und revanchierte sich damit für Auftritte des Orchesters bei seinen Veranstaltungen. Diese gegenseitige Unterstützung hat für alle Beteiligten eine gute Seite, stellt für das Jugendblasorchester eine ganz wesentliche Unterstützung zu deren Erhalt dar. Über 40 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 22 Jahren spielen gegenwärtig auf Pauken und Trompeten und schmettern ein vielseitiges Repertoire von Volksmusik und Schlagermelodien bis zum gekonnt swingenden Gleen-Miller-Sound. Unter der musikalischen Leitung von Karsten Schumann gelang es den seit 32 Jahren bestehenden Klangkörper über die Wirren der Wende in feste (Noten)-Bahnen zu führen. Vor allem Eltern mit Michael Schachoff an der Spitze kümmerten sich dabei um die Organisation des Vereinslebens.


Die Unterstützung durch Firmen wie Voit & Weihrauch, die so manche Fahrt zu Auftrittsorten oder dem jährlichen Probelager durchführten, hilft dem kleinen Verein auf die eigenen finanziellen Beine zu kommen. Instrumente müssen gekauft und manchmal auch repariert werden, Versicherungen sind zu bezahlen, Auftrittskleidung ist nötig, und die Jugendherberge fürs Probelager gibt es auch nicht kostenlos. Einige finanzielle Pflaster kommen aus dem Stadtsäckel noch dazu.


Dankbar sind die jungen Musiker für den kurzweiligen Ausflug in den Erlebnispark Geiselwind. Jeder konnte viele Attraktionen bestaunen, manchen hatte es der Streichelzoo angetan oder der Abenteuerspielplatz, die meisten von ihnen fuhren die wilden Achterbahnen, die Dreh-Gondelbahn, sprangen mit dem Wasser-Jet in riesige Spritz-Fontänen und fieberten mit dem Feuerspringer in der Acapulco-Show. Einige wagten sich sogar in den Über-Kopf-"Shuttle".


Für alle ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Musizieren sie sonst gemeinsam, so konnten sie bei diesem Ausflug auch andere Gemeinsamkeiten entdecken.




Wenn alle Kinder und Jugendlichen solcherart Erfahrungen erleben, gäbe es sicherlich manch Problem weniger in unserer Stadt. Auch deshalb ist die Initiative der Eltern und der Fa. Voit & Weihrauch ein nachahmenswertes Beispiel.